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Tahereh Mafi

Shatter Me

Erscheinungsjahr: 2011

Sprache: englisch

338 Seiten

Genre: YA Fiction/Distopie

Klappentext: “You can’t touch me,” I whisper. I’m lying, is what I don’t tell him. He can touch me, is what I never tell him. Please touch me, is what I want to tell him. But things happen when people touch me. Strange things. Bad things. Dead things.

No one knows why Juliette’s touch is fatal, but the Reestablishment has plans for her. Plans to use her as a weapon. But Juliette has plans of her own. After a lifetime without freedom, she’s finally discovering a strength to fight back for the very first time – and to find a future with the one boy she thought she’d lost forever.

Ok, also als grobe Übersetzung ins deutsche: Juliette kann keinen anfassen, weil die Menschen sonst sterben. Man will sie als Waffe einsetzen, aber sie schlägt zurück und flüchtet mit dem Jungen den sie liebt.

Ja, als ich das Buch das erste Mal in der hand hielt, konnte ich irgendwie nicht wirklich viel damit anfangen. Aber es hatte schon vor dem Erscheinungstermin sooooo viele Befürworter auf youtube und goodreads, dass ich dachte es muß einfach gut sein. Und ich bin eigentlich ein Fan von Distopien.

Leider leider, wurde das Buch meinen Erwartungen nich wirklich gerecht. Die Story ansich schon gut geplant, aber leider hatte ich das Gefühl dass ich bis ca. Seite 200 immer an der gleichen Stelle rumdümpelte. Nichts passierte wirklich, die Hauptfigur, Juliette, wurde von einer Seite zur nächsten mit immer den gleichen Gefühlen und ähnlichen Handlungen geschubst. Ich habe immer wieder gehofft, dass ich auf der nächsten etwas finde was die Spannung aufbaut, aber dem war leider nicht so.

Dann endlich, nach einem guten Drittel des Buches, wurde es tatsächlich spannend. Was aber nicht wirklich lange anhielt. Zum Ende kann ich nur sagen, ich hatte das Gefühl plötzlich mitten in einer X-Men/Superhero-Lovestory gelandet zu sein. Das hatte ich nicht erwartet und es hat für mich auch nicht da rein gepasst. Leider, leider für mich ein kleiner Fail, was mir für die Autorin sehr leid tut, denn es ist ja ihr Erstlingswerk. Ich hoffe, dass sie mehr aus den Nachfolgebüchern macht.

Rating: ***

S.G. Browne

Anonyme Untote

Erscheinungsjahr: 2010

Sprache: deutsch

384 Seiten

Genre: Roman

Klappentext: Zombies haben’s auch nicht leicht – das weiß Andy nur zu gut, hat er sich doch seit einem tragischen Verkehrsunfall in einen dieser vermeintlichen Widerlinge verwandelt. Seine Eltern verbannen ihn in den Keller, die Öffentlichkeit meidet ihn, und einsam fault er vor sich hin. Den einzigen Trost findet er bei einer Selbsthilfegruppe, den “Anonymen Untoten”…

Andy, der nach einem Autounfall sein Dasein im Weinkeller seiner Eltern fristet, ist eigentlich der typische Antiheld. Er sieht scheiße aus, stinkt zum Himmel und kann sich nicht artikulieren. Ein typischer Zombie eben. Von der Öffentlichkeit verstoßen, begibt er sich in Therapie und besucht einmal in der Woche die Selbsthilfegruppe “Anonyme Untote”. Hier lernt er die hübsche Rita kennen, die sich durch Selbstmord mitten ins Zombieleben katapultiert hat, und verliebt sich in sie. Doch eigentlich möchte Andy nur eins. Als Zombie in der Gesellschaft anerkannt werden. So begibt er sich mit Hilfe seiner Freunde in den Kampf um mehr Rechte für Zombies und landet so ungewollt im Mittelpunkt des Medieninteresse…

Meine persönliche Meinung: Zombies waren mir schon immer sympathischer als Vampire. Ich finde man kann sich mit ihnen eher indentifizieren. So auch mit Antiheld Andy. Es wirkt schon fast tragisch wie er für die Gleichberechtigung von Zombies in der Gesellschaft kämpft, die Botschaft kommt damit klar rüber. Der Erzählstil trieft vor Sarkasmus und Ironie und macht das Buch somit eigentlich zu einem Lesevergnügen. Wenn das Ende nicht wäre. Hier wirkt es so als hätte der Autor keine Einfälle mehr gehabt, als mußte auf die schnelle etwas her weil der Abgabetermin näher rückte. Man fühlt die ganze Zeit über mit den Protargonisten, möchte ihnen helfen, sie unterstützen, und dann ein Ende das so ganz und gar nicht passt. Leider deshalb nur 3 Sterne von mir…

Gillian Flynn

Cry Baby

Erscheinungsjahr: 2009

Sprache: deutsch

320 Seiten

Genre: Thriller

Kappentext: Sie wollte nie wieder zurück. Nie wieder nach Hause. Nie wieder an den Schmerz denken. An den Tod ihrer kleinen Schwester. Die kalte Liebe ihrer Mutter.

Babydoll steht auf ihrem Bein. Böse findet sich ganz in der Nähe. Girl prangt über ihrem Herzen, schädlich ist in ihr Handgelenk geritzt. Camille Preaker’s Körper ist übersät mit Wörtern. Wörtern, die sie sich in die Haus geritzt hat. Das letzte Wort, das sie sich einritzte, hieß verschwinden.

Camille Preaker ist Reporterin einer Zeitung in Chicago. Ihr Chef schickt sie nach Wind Gap, Missouri, um eine Reportage über einen Kinderserienmörder zu schreiben, der schon zwei junge Mädchen erdrosselt und ihnen anschließend ihre Zähne gezogen hat. Innerlich weigert sich Camille, da Wind Gap ihre Heimatstadt ist, der sie vor langer Zeit, nach dem Tod ihrer kleinen Schwester, den Rücken gekehrt hat.

Trotzdem macht sie sich auf die Reise und stößt auf die kalte Ablehnung ihrer Mutter, für die sie scheinbar immer eine Last war. Ihren Stiefvater, der sich nur um das Wohl seiner Frau sorgt, und ihre ihr eigentlich fast unbekannte Stiefschwester, die nicht so ein Engel zu sein scheint, wie sie vorgibt.

Mit Hilfe von Ermittler Richard Willis versucht Camille nun den Mörder der Mädchen zu finden und dringt dabei immer tiefer in die Abgründe ihrer eigenen Familie vor.

Meine persönliche Meinung: Das Buch spielt mit der Psyche. Dennoch würde ich es nicht in die Kategorie Thriller einordnen. Ich mochte die Geschichte, aber irgendetwas fehlte mir. Manchmal waren die Zusammenhänge etwas schwer zu verfolgen, man wußte nicht, warum jetzt grade diese Szene mit eingebaut wurde. Es wirkte vieles  fehl am Platz. Zum Beispiel die aufkeimende Beziehung zwischen Camille und Willis, die am Ende einfach nicht mehr erwähnt wurde. Einfach weg war. Ich hätte mir dort einen klaren Abschluß gewünscht, da das Buch an sich abgeschlossen ist, also keinen Cliffhänger für einen weiteren Teil birgt, indem man diese hätte wieder aufnehmen können.

Auch fand ich, dass man nach dem 1. Drittel des Buches schnell Rückschlüsse auf den späteren Täter ziehen kann, was der Geschichte doch sehr die Spannung nimmt. Im Endeffekt ist es eigentlich nur noch spannend, herauszufinden ob man mit seiner Vermutung richtig lag.

Ich würde des Buch nicht wirklich weiterempfehlen. Schade eigentlich. 3 Sterne bei goodreads…

Cheryl Rainfield

Scars

Erscheinungsjahr 2010

Sprache: englisch

Paperback

248 Seiten

Genre: Jugendbuch

Klappentext: Kendra hasn’t felt save since devastating memories surface of being sexually abused. She can’t remember the most important detail – her abuser’s indentity, and she’s sure someone is always watching her, making her fear for her life. To cope, Kendra cuts – something she works hard to hide. When her parents aren’t helpful, Kendra finds support in therapy, and from her classmate, Meghan, a friend – and maybe more. Will Kendra find out who’s stalking her before it’s too late? Will her terrible secrets be exposed? Scars is the story of one teen’s frightening path to the truth…

Es ist die Geschichte der jungen Kendra, die als Kind jahrelang sexuell missbraucht wurde. Sie kann sich allerdings nicht an die Identität ihres Vergewaltigers erinnern. Bei ihren Eltern stößt sie stets auf taube Ohren, Befreiung findet sie nur in ihren Therapiesitzungen – und wenn sie sich selber die Arme mit einem Messer aufritzt. Ihren Schmerz versucht sie in ihrer Kunst wiederzugeben. Seit einiger Zeit glaubt sie, ihr Peiniger von damals hat sie ausfindig gemacht, und versucht sie nun mit Botschaften mundtot zu machen. In der Schule lernt sie eines Tages die gleichaltrige  Meghan kennen und geht mit ihr eine Beziehung ein. Meghan hat auch schon einiges erlebt und unterstützt Kendra von nun an zusammen mit der Therapheutin Carolyn in ihrem Kampf gegen ihre Vergangenheit.

Meine perönliche Meinung: Ein Jugendbuch, mit viel Leid und Herzschmerz, dass am Ende noch zu einem Thriller wird.  Von grauenvollen Erinnerungen an sexuellen Missbrauch, wenig hilfreichen Eltern, über schmerzhafte Selbstverstümmelung, Freundschaft, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung mündet, einen stalkenden Peiniger aus der Vergangenheit, zum Schluß garniert mit einem atemlosen Showdown, Schußwaffen. etc. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Die immer neuen Entwicklungen um Kendra wirken eher klischeehaft als gut platziert und die wahre Botschaft des Buches geht so leider zunehmend verloren. Zudem kommt noch der etwas ruppige Schreibstil, bei der Kapitelwahl wurden glaube ich nur Nummern über Sätze gesetzt, sie wirken irgendwie fehl am Platz. So sehr ich das Buch auch mögen wollte, leider nur 3 Sterne bei goodreads…